Qualitätssicherung
Wann ist wirklich alles „in Butter“?
von Dr. Thomas Kaltenecker

Sebastian Radlmayr, Spezialist für Markenbutter an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, zeigte den angehenden Labormeisterinnen und Labormeistern, auf welche Qualitätskriterien es bei der sensorischen Markenbutterprüfung ankommt. Für jeden Studierenden gab es daher drei Butterproben, bei denen sie typische sensorische Fehler erkennen und auf deren Ursachen in Produktion, Verpackung und Lagerung schließen mussten.

Butterspezialist Radlmayr prüft mit Schulleiter Mohr eine ButterprobeZoombild vorhanden

Schulleiter Uwe Mohr und Sebastian Radlmayr (rechts)

Von den Besten lernen
Sebastian Radlmayr weiß, worauf es ankommt. Am Institut für Qualität in der Ernährungswirtschaft der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist er zuständig für die amtliche Markenbutterprüfung in Bayern. Er ist der Mann, der hinter dem Aufdruck "Amtliche Qualitätskontrolle des Landes Bayern Überwachungsstelle München" steht. Denn die Vergabe des Gütezeichens für Markenbutter ist eine hoheitliche (staatliche) Aufgabe. Die gesetzliche Grundlage dafür ist die Butterverordnung.
Studierende bereiten die sensorische Prüfung von Butter vorZoombild vorhanden

Prüfen einer Markenbutterprobe

Von der Theorie zur Praxis
Die Studierenden der Fachschule erfuhren aus erster Hand, wie eine Markenprüfung abläuft und wie die Prüfkriterien praktisch getestet werden. Anhand von exemplarischen Prüfberichten stellte Sebastian Radlmayr Beispiele von Qualitätsabweichungen in der chemisch-physikalische Prüfung, deren Häufigkeit und mögliche Maßnahmen seiner Behörde vor. Dann folgte zur Vorbereitung auf die Sensorik eine Geruchserkennungsprüfung mit Geruchsstiften.
Anhand von realen Butterproben konnten die Studierenden ihre sensorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.